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Keine Ereignisse.
Internationale Juniorenregatta München
von Sophie Ogan(Es waren dabei: Lukas, Sophie und Neele)
Die lange Fahrt mit einem Zwischenstopp in Darmstadt traten wir drei Sportler (Neele Kunka, Julika Busch von der RG Germania Kiel und Sophie Ogan) zusammen mit unserem Jugendleiter Lukas Eich bereits am Donnerstag an. Markus Last war mit den andern Sportlern in Bremen, und daher kamen wir zu der Ehre mit Lukas zu fahren. Es war sein Wunsch, dass er die ganze Strecke von 750 km nicht an einem Stück fahren muss, und so schliefen wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bei seiner Familie in Darmstadt. Wir waren froh, ordentlich schlafen zu können und am nächsten Tag mit einem Frühstück überrascht zu werden, was wirklich jedes Sportlerherz erfreut. Mehr oder weniger ausgeschlafen ging es dann weiter nach Oberschleißheim zum Regattastrecke von München. Bevor wir unser Training an diesem Tag begonnen haben, ging es vorher noch einmal schnell in das Hotel, um ein paar Sachen schon mal auszupacken. Das Hotel lag mitten im Industriegebiet, und unser neuer Nachbar wurde BMW (Was besonders Lukas freute). Nach anfänglichen Eincheck-Problemen entpuppte sich das Hotel als sehr modern, mit wechselndem Licht in den Duschen, je nach Wassertemperatur, was Julika später noch, zuerst mit Überraschung und später sehr viel Spaß am Duschen entdecken sollte. Das Training an diesem Tag verlief dann noch sehr zufriedenstellend. Und wir gingen mit einem Guten Gefühl schlafen.
Der Samstagmorgen begann wie jeder Regattamorgen mit einer kurzen Rudereinheit. Anschließend sind wir dann zurück ins Hotel, um erst mal zu Frühstücken. Das einzige Rennen an diesem Tag sind Jule und ich gefahren im Zweier Ohne. Neeles Partnerin Maren musste kurzfristig am Mittwoch mit einer Sehnenscheidenentzündung absagen, was für Neele sehr ärgerlich war, da sie nun nur für ein Rennen die weite Fahrt gemacht hat. Sie hat die Zeit aber sinnvoll genutzt und im Einer trainiert, in der Zwischenzeit Fotos gemacht und sich die Rennen angeguckt.
Das Wetter war fantastisch, und als Julika und ich an den Start gegangen sind, war es fast windstill. Zuvor haben wir von Markus eine Rennbesprechung via Handy bekommen, in der wir nochmals die Punkte durch gegangen sind, die wir im Rennen umsetzten sollten. Wir waren beide sehr aufgeregt, weil keiner von uns beiden zuvor schon mal gegen internationale Konkurrenz gefahren ist. Markus hat es aber geschafft, uns zu beruhigen, mit dem Argument, dass die anderen auch nur Schüler in unserem Alter sind, die nicht weniger Angst vor uns haben als wir vor ihnen. Wir gingen nun mit einem besseren Gefühl an den Start. Jedoch verlief das Rennen dann nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, und wir mussten zusehen, wie die anderen vor uns ins Ziel gefahren sind. Der Rest des Tages verlief dann ohne weitere Zwischenfälle. Wir haben die Sonne und das Regattaleben genossen. Es ist ja schon mal etwas anderes, so viele Sportler aus anderen Ländern kennenzulernen.
Am nächsten Tag sollte dann auch Neele endlich mal zum Einsatz kommen, doch zuvor stand wieder mal ein Rennen für Jule und mich im Zweier Ohne an. Aus den Erfahrungen vom Vortag glaubten wir gelernt zu haben. Die Rennvorbereitung verlief genau so wie am Tag zuvor. Wir wussten, dass wir danach noch ein Rennen haben würden, bekamen aber von Markus die Ansage, so zu fahren, als ob es das letzte wäre. Und das haben wir dann auch gemacht. Die Gegner waren dieses Mal Polen und England (das vierte Boot hatte abgemeldet). Von den Zeiten vom Vortag waren wir beiden Booten unterlegen. Das wollten wir aber nicht so stehen lassen. Der Start verlief sehr gut, und wir kamen gut zusammen ins Rennen. Alle drei Boote lagen die ganze Zeit immer auf einer Höhe. Markus hatte uns im Voraus gesagt, dass wir unsere Spurts bei 750 und 1250m fahren sollen. Jedoch sind die anderen Boote alle 500m Spurts gefahren. Damit wir nicht abgehängt werden, habe ich den Plan kurzfristig geändert. Und er ging auf. Wir konnten die Polen gut hinter uns lassen und an die Engländer, die vom Anfang an vorne lagen, immer wieder ran fahren.
Zum Ende wurde es dann noch mal spannend, weil die Polen einen grandiosen Endspurt gefahren sind und wir ordentlich kämpfen mussten, um uns den 2. Platz zu sichern. Nach dem Zieldurchlauf wussten wir noch nicht, ob es gereicht hat, und wir haben dann schnell angelegt, um uns von von Neele sagen zu lassen, wir haben es geschafft, wir haben uns durchgesetzt. Im nachhinein hat das Rennen viel Spaß gemacht, und ich bin Stolz auf die erbrachte Leistung.
Uns blieben nur wenige Stunden, um uns zu regenerieren und uns auf den Achter einzustellen. Der Achter ist ein Nord-Ost Projekt und sollte zusammengesetzt werden aus den 5.- bis 8.-schnellsten Zweiern im Bereich Nord-Ost. Leider war dieser Achter nicht mit besonders viel Glück gesegnet. Durch den Ausfall von Maren (Neeles Partnerin) Haben wir eine recht unerfahrene Sportlerin im Bereich Riemen dazu bekommen. Und Kurz zuvor ist dann auch noch bekannt geworden, dass 2 Ruderinnen aus dem 1. Nord-Ost Achter verletzt sind und nicht fahren können, die wurden dann durch die zwei Stärksten aus unserem Boot ersetzt. Dafür haben wir dann sehr netten Ersatz aus Ulm bekommen. Mit dem ganzen Durcheinander und auch noch technischen Schwierigkeiten im Rennen mussten wir uns für dieses mal geschlagen geben. Was aber nicht so bleiben muss. In Hamburg geht der Achter mit der erst erdachten Besetzung an den Start, und ich hoffe auf ein erfolgreicheres Ergebnis.
Nach dem Rennen haben wir dann versucht, so schnell wie möglich (was dann aber doch ziemlich lange gedauert hat) den Hänger abfahrbereit zu machen. Es gab noch einigen Aufruhr, denn während wir noch im Rennen waren, wurde bekannt, dass der Flughafen München wegen der Aschewolke aus Island geschlossen wurde. Wir waren einige der wenigen, die mit dem Auto nach München gefahren sind. Von den anderen wussten nun viele nicht, wie sie nach Hause kommen sollten.
1½ Stunden später als geplant sind wir dann los gekommen und haben noch unseren letzten freien Platz im Auto an einen Friedrichstädter vergeben können.
Auf dem Rückweg hat Lukas dann ordentlich aufs Gas getreten, weil wir alle nur noch nach Hause wollten. So konnten wir die Strecke dann auch in einer rasanten Zeit Zeit zurück legen.
Alles im allem war es ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Aber auf jeden Fall haben wir alle Erfahrungen gesammelt, und viel gelernt auf einer der schönsten Regattastrecken Deutschlands.
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